„Life is a Gestalt in time“
Die ontologische Einheit von Sein, Zeit und Ganzheit als Grundlage einer neurodiversitätsaffirmierenden Autismus-Therapie [ B = f(P, E) ]
Eine keinesfalls wissenschaftliche Untersuchung der Schnittstellen von Gestaltpsychologie, Existenzphilosophie und Analytischer Psychologie – mit einem Exkurs zum Kobayashi-Maru-Test aus dem Star Trek Universum.
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen meiner Arbeitshypothese „Life is a Gestalt in time“ als integrative Denkfigur, die Konzepte der Gestaltpsychologie (insbesondere Kurt Lewins Feldtheorie und Zeit-Gestalt), der Existenzphilosophie Martin Heideggers (Zeitlichkeit als Konstitution der Sorgestruktur) und der Analytischen Psychologie C. G. Jungs (Individuation als Ganzwerdung) miteinander zu verbinden sucht. Vor diesem philosophischen und psychologischen Hintergrund wird die Bedeutung der Gestalttherapie für die Behandlung autistischer Menschen entfaltet. Ein zentrales Anliegen ist der Nachweis, dass ein phänomenologisch-gestalttheoretischer Ansatz einer rein verhaltenstherapeutischen Praxis (ABA/AVT) nicht nur ebenbürtig, sondern in zentralen Aspekten überlegen ist: Er ermöglicht autistischen Menschen die Bewahrung ihrer Identität, entlastet sie vom Zwang des Maskierens und führt zu einem selbstbestimmteren Leben. Zur Veranschaulichung dient der Kobayashi-Maru-Test aus Star Trek als Metapher für die ungewinnbaren Alltagssituationen neurodivergenter Menschen – und für den Akt der Selbstermächtigung, eigene Regeln aufzustellen. Kurze Erwähnung findet die ACT-Therapie, die leider ebenso wichtige Schematherapie muss aus Platzgründen ausgeklammert bleiben.
Schlagwörter: Gestalt psychology, field theory, temporality, autism, neurodiversity, individuation, Kobayashi-Maru, identity preservation, Enterprise