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Du sagst, ich verstehe

Du sagst …  Ich verstehe …
Die wörtliche Welt des Autismus

von Stefan Lukas  –  19.08.2026  -  Lesezeit: 16-20min  -  Bilder KI-generiert

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) erleben die Welt der Kommunikation auf eine Weise, die für andere Menschen oft schwer nachvollziehbar ist. Während die meisten Menschen intuitiv zwischen wörtlicher Bedeutung, Kontext, Ironie und sozialen Nuancen unterscheiden, ist diese Fähigkeit bei autistischen Personen häufig beeinträchtigt. Es handelt sich hierbei nicht um mangelnde Intelligenz oder fehlenden Willen, sondern um eine grundlegende neurologische Besonderheit, die die soziale Wahrnehmung prägt.

Die moderne Forschung versteht Autismus als Spektrum mit unterschiedlichen Ausprägungen, doch eines der Kernmerkmale ist die Beeinträchtigung der gegenseitigen sozialen Interaktion und Kommunikation . Dies zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit Sprache, die für viele Menschen selbstverständlich mit impliziten Bedeutungen, Hierarchiesignalen und emotionalen Untertönen aufgeladen ist.

Grundlagen: Warum Sprache wörtlich genommen wird

Die Herausforderung der sozialen Kognition

Die Schwierigkeiten in der Kommunikation bei Autismus lassen sich auf Besonderheiten in der sozialen Kognition zurückführen. Andere Menschen entwickeln bereits im Kindesalter eine "Theory of Mind" – die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und deren Gedanken, Absichten und Gefühle zu verstehen. Bei autistischen Personen ist diese Fähigkeit oft anders ausgeprägt .

Kommunikation ist nach dem klassischen Sender-Empfänger-Modell ein Prozess des Codierens und Decodierens von Botschaften. (Wir haben ALLE unseren Friedemann Schulz von Thun gelesen.) Während andere Menschen dabei automatisch kontextuelle Faktoren wie Beziehungsstatus, Hierarchie und emotionale Signale berücksichtigen, fokussieren autistische Personen stärker auf den wörtlichen Inhalt der Aussage . Dies führt zu einem charakteristischen Phänomen: Die wörtliche Bedeutung wird als die einzig gültige Interpretation betrachtet, während metaphorische, ironische oder kontextabhängige Bedeutungen schwer erfassbar sind .

Das Hierarchieproblem

Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Umgang mit Hierarchien. Menschen mit Autismus kommunizieren oft unabhängig vom Status ihrer Gesprächspartner auf einer sachlichen Ebene, ohne die impliziten Machtverhältnisse zu berücksichtigen, die in vielen sozialen Kontexten eine Rolle spielen . Dies kann dazu führen, dass sie von Kolleg:innen oder Vorgesetzten schnell als unhöflich oder arrogant wahrgenommen werden, ohne dies selbst zu bemerken .

Die Herausforderung von Redewendungen und Ironie

Besonders problematisch sind Redewendungen, Metaphern und Ironie, die eine Abstraktion von der wörtlichen Bedeutung erfordern . Autistische Menschen neigen dazu, Aussagen wortwörtlich zu verstehen, was bei idiomatischen Ausdrücken wie "Es regnet in Strömen" oder "Das ist ein Kinderspiel" zu Verwirrung führen kann . Diese Art der Kommunikation wird oft als verwirrend und anstrengend erlebt .

Alltagsbeispiele und Missverständnisse

Die folgenden Beispiele illustrieren, wie Kommunikationsmissverständnisse in verschiedenen Lebensbereichen entstehen können. Sie zeigen die Diskrepanz zwischen der beabsichtigten Botschaft des Sprechers und der wörtlichen Interpretation durch eine autistische Person.

Die folgenden Alltagsbeispiele sind daher auch für nicht autistische Personen interessant, die ihre Kommunikation mit autistischen Menschen verbessern möchten.


Arbeitswelt

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis
(autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Könnten Sie sich das
mal ansehen?"

Ja, ich könnte es mir ansehen.
Das bedeutet aber nicht, dass ich es auch bearbeite.

"Bitte bearbeiten Sie diesen Vorgang und geben Sie mir bis 15 Uhr Rückmeldung."

"Das wäre doch eine Option."

Es ist eine von mehreren Möglichkeiten, nicht die verbindliche Entscheidung.

"Wir entscheiden uns für diesen Weg. Beginnen Sie bitte umgehend mit der Umsetzung."

"Wir sollten das Projekt zeitnah abschließen."

Zeitnah = wann genau? In einer Stunde? Morgen? Nächste Woche?

"Das Projekt muss bis zum 15. des Monats abgeschlossen sein."

"Das ist vielleicht eine Idee."

Es IST vielleicht eine Idee – keine Aufforderung, etwas zu tun.

"Bitte prüfen Sie diese Idee und legen Sie mir bis morgen einen Vorschlag vor."

"Ich würde gerne mal
Ihre Meinung hören."

Die Person möchte meine Meinung hören, aber nicht unbedingt danach handeln.

"Ich brauche Ihre fachliche Einschätzung zu Punkt X in der Besprechung um 14 Uhr."

"Das ist nicht ganz optimal."

Es ist nicht ganz optimal, aber okay. Kein Handlungsbedarf.

"Dieses Ergebnis entspricht nicht den Anforderungen. Bitte überarbeiten Sie es bis Freitag."

"Wir müssen uns da nochmal abstimmen."

Abstimmen = eine Meinungsumfrage?

"Planen Sie für morgen 10 Uhr eine Besprechung mit allen Beteiligten ein."

"Das ist ja mal wieder typisch!"

Eine Beschreibung einer Eigenschaft, keine Kritik.

"So ein Verhalten ist nicht akzeptabel. Bitte ändern Sie das."

"Lassen Sie uns das
später besprechen."

Später = irgendwann, aber kein konkreter Zeitpunkt.

"Wir besprechen das Thema morgen um 9 Uhr in meinem Büro."

"Das Projekt liegt im Budget."

Eine Information, keine Handlungsanweisung.

"Sie können das Projekt mit dem vorhandenen Budget von 50.000 € umsetzen."

"Das ist ein
guter Ansatz."

Ein Ansatz ist nicht
das Endergebnis.

"Dieser Ansatz ist richtig. Setzen Sie ihn bitte bis Freitag um."

"Wir sollten das mal besprechen."

Besprechen = miteinander reden, ohne konkretes Ziel.

"Bringen Sie am Montag um 11 Uhr Ihre Vorschläge mit in die Besprechung."

"Das ist Schnee
von gestern."

Es geht um Schnee?
Unverständlich.

"Dieses Thema ist bereits erledigt. Konzentrieren Sie sich auf die neuen Aufgaben."

"Da müssen wir
nochmal ran."

Ich muss nochmal an den Arbeitsplatz?

"Bitte überarbeiten Sie das Dokument und reichen Sie es bis 14 Uhr neu ein."

"Machen Sie das
bitte mal."

Einmal = genau einmal?

"Bearbeiten Sie diesen Vorgang und reichen Sie ihn zur Prüfung ein."


Familie

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis (autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Kannst du mal den
Tisch decken?"

Ja, ich kann es, aber soll ich es jetzt tun?

"Bitte decke jetzt den Tisch für das Abendessen."

"Es wäre schön, wenn
du mal helfen würdest."

Es wäre schön, aber es ist nicht notwendig.

"Ich brauche deine Hilfe bei der Gartenarbeit von 15 bis 16 Uhr."

"Mein Tag war anstrengend."

Eine Information ohne Aufforderung.

"Ich möchte dir von meinem anstrengenden Tag erzählen. Kannst du mir bitte zuhören?"

"Kannst du nicht mal Ordnung halten?"

Die Person fragt, ob ich die Fähigkeit habe, Ordnung zu halten.

"Bitte räume deine Sachen im Wohnzimmer bis 18 Uhr auf."

"Das ist aber laut hier."

Eine Feststellung über die Lautstärke.

"Kannst du bitte die Musik leiser stellen? Sie ist mir zu laut."

"Das ist doch kinderleicht!"

Ein Kind kann das leicht? Unverständlich.

"Das ist wirklich einfach. Schau, so geht's: ..."

"Jetzt mach aber
mal halblang!"

Ich soll halb so langsam machen?

"Bitte reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit, das ist mir zu schnell."

"Du siehst aber blass aus."

Eine Feststellung über die Hautfarbe.

"Machst du dir Sorgen? Du siehst müde aus. Möchtest du reden?"

"Das ist ja zum Mäusemelken!"

Was haben Mäuse mit Melken zu tun?

"Das ist wirklich absurd. Komm, wir suchen gemeinsam nach einer Lösung."

"Kannst du nicht mal
ein Auge zudrücken?"

Ein Auge zudrücken – soll ich blinzeln?

"Kannst du diese Kleinigkeit bitte übersehen?"

"Ich hab die Nase voll."

Die Nase ist voll von was?

"Ich bin genervt von dieser Situation."

"Da haben wir
den Salat."

Siehe oben.

"Das ist jetzt problematisch. Lass uns eine Lösung suchen."

"Das ist ja eine Katastrophe!"

Eine Naturkatastrophe?

"Das ist wirklich schlimm. Wie gehen wir damit um?"

"Das ist zum Haareraufen!"

Soll ich mir die Haare ausreißen?

"Das ist sehr frustrierend. Komm, lass uns das anders angehen."


Partnerschaft

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis (autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Ich habe gerade
keinen Kopf dafür."

Die Person hat physisch
keinen Kopf für das Thema.

"Ich bin gerade zu müde, um über dieses Thema zu sprechen. Können wir morgen früh darüber reden?"

"Wir müssen mal
über uns reden."

Ich muss einen Termin vereinbaren, um über uns
zu sprechen.

"Ich möchte heute Abend um 20 Uhr mit dir über unsere Beziehung sprechen."

"Ist ja gut."

Die Aussage ist gut.

"Ich bin einverstanden. Wir machen es so."

"Mach, was du willst."

Ich soll tun, was ich will – eine freie Entscheidung.

"Ich bin gerade enttäuscht und möchte allein sein. Bitte respektiere das."

"Du weißt schon."

Ich weiß tatsächlich nicht, was gemeint ist.

"Ich meine die Absprache von gestern bezüglich des Urlaubs."

"Ich liebe dich – aber..."

Sie liebt mich, aber es gibt eine Einschränkung.

"Ich liebe dich. Ich bin aber gerade unzufrieden mit X."

"Können wir das nicht mal in Ruhe besprechen?"

In Ruhe = ohne Lärm?

"Kannst du bitte leiser sprechen? Das ist mir zu laut."

"Das ist ja zum Verlieben!"

Eine Aufforderung, sich zu verlieben?

"Das ist wirklich wunderschön. Mir gefällt das sehr."

"Du bist ja ein echter Sonnenschein!"

Ich scheine wie die Sonne?

"Du bist heute sehr fröhlich und positiv. Das freut mich."

"Du kannst dich auf mich verlassen."

Ich kann mich körperlich auf sie stützen?

"Du kannst sicher sein, dass ich dir helfe."

"Das ist doch ein Kinderspiel!"

Ein Spiel für Kinder?

"Das ist wirklich einfach. Probier es aus."

"Das ist ja ein Katzensprung!"

Ein Sprung wie eine Katze?

"Das ist nur eine kleine Strecke, keine zehn Minuten."

"Das ist mir Wurst!"

Das ist eine Wurst?

"Das ist mir egal. Entscheide du."


Freundeskreis

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis (autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Lass uns mal wieder treffen!"

Eine Aussage, nicht unbedingt
eine konkrete Verabredung.

"Kannst du am Samstag um 15 Uhr? Ich würde mich gerne mit dir treffen."

"Das ist aber eine tolle Idee!"

Die Idee ist tatsächlich toll –
eine ehrliche Bewertung.

"Deine Idee finde ich großartig. Lass uns das gemeinsam umsetzen."

"Wir müssen unbedingt mal telefonieren."

Die Person möchte unbedingt telefonieren – wann genau?

"Kann ich dich heute Abend um 19 Uhr anrufen? Ich habe Neuigkeiten."

"Komm doch mal vorbei!"

Eine Einladung ohne
festen Zeitrahmen.

"Du bist am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr bei mir willkommen."

"Das ist ja wohl die Höhe!"

Eine Höhenangabe?

"Das ist wirklich unglaublich und ärgerlich."

"Du hast ja einen Vogel!"

Ich habe einen Vogel?

„Erklär mir, was du meinst."

"Das ist doch ein Klacks!"

Ein Klacks? Was ist das?

"Das ist ganz leicht und schnell erledigt."

"Da steckt der Hund drin!"

Ein Hund?

"Da ist ein Problem versteckt."

"Das ist doch keine Kunst!"

Ja, es ist tatsächlich keine Kunst.

"Das ist ganz einfach. Jeder kann das."

"Jetzt lass doch mal
die Kirche im Dorf!"

Was hat die Kirche mit dem Dorf zu tun?

"Bitte übertreib nicht. Bleib realistisch."

"Das ist doch ein Buch
mit sieben Siegeln!"

Ein Buch?

"Das ist sehr schwer zu verstehen. Kannst du es mir erklären?"

"Da liegt der Hase
im Pfeffer!"

Ein Hase?

"Das ist das eigentliche Problem."

"Das ist ja zum Lachen!"

Ich soll lachen?

"Das ist komisch. Soll ich es dir erklären?"

"Du hast ja einen
an der Klatsche!"

Einen was?

"Das ist eine verrückte Idee."


Ärzte

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis
(autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Das ist nicht besorgniserregend."

Es besteht kein Grund zur Sorge = alles gut.

"Ihre Werte sind im Normbereich. Es besteht keine medizinische Notwendigkeit für weitere Untersuchungen."

"Wir können das mal beobachten."

Beobachten ohne
konkreten Plan.

"Wir überprüfen die Werte in drei Monaten erneut. Bitte vereinbaren Sie bis dahin einen Folgetermin."

"Nehmen Sie das ein."

Ich soll es einfach nehmen – wie? Wann? Wie oft?

"Nehmen Sie diese Tablette einmal täglich, morgens nach dem Frühstück, über 10 Tage."

"Wenn Sie Schmerzen haben, melden Sie sich."

Ich melde mich, wenn ich Schmerzen habe – aber wie?

"Bei Schmerzen zwischen 2 und 4 auf der Skala nehmen Sie Schmerzmittel. Bei Schmerzen über 4 rufen Sie bitte in der Praxis an."

"Da müssen wir durch."

Durch was?

"Das ist eine notwendige Behandlung. Wir machen das Schritt für Schritt."

"Das ist kein Beinbruch."

Mein Bein ist tatsächlich nicht gebrochen.

"Das ist keine schlimme Verletzung. Das heilt von selbst."

"Das ist der
berühmte Pferdefuß."

Ein Pferdefuß?

"Das ist die schwierige Stelle der Behandlung. Achten Sie besonders darauf."

"Sie müssen sich schonen."

Schonen = wie?

"Vermeiden Sie körperliche Anstrengung .“

"Das ist ein Tropfen
auf den heißen Stein."

Ein Tropfen?

"Die Behandlung wird nur eine kleine Verbesserung bringen."


Supermarkt / Öffentlichkeit

Aussage des
Gegenübers

Wörtliches Verständnis
(autistische Perspektive)

Besser formuliert

"Möchten Sie an die Kasse?"

Eine Frage der Präferenz.

"Die Kasse 3 ist jetzt frei. Bitte gehen Sie dorthin."

"Das ist im Angebot."

Eine Information, keine Aufforderung.

"Sie können dieses Produkt heute zum reduzierten Preis von 2,99 € kaufen."

"Darf es noch
etwas sein?"

Die Person fragt nach Erlaubnis für etwas – unklar, was.

"Benötigen Sie noch andere Produkte? Wenn nicht, wäre das dann 19,95 €."


Lösungsansätze und Strategien

Die folgende Tabelle fasst häufige Missverständnisse zusammen und bietet Lösungsvorschläge

Bereich

Typisches Missverständnis

Lösungsvorschlag

Arbeitswelt

Unklare Aufgabenpriorisierung

Aufgaben mit konkreten Deadlines versehen

Arbeitswelt

"Könnten Sie..." wird als höfliche Frage verstanden

Klare Anweisungen mit "Bitte" und klarer Handlungsaufforderung

Arbeitswelt

Unausgesprochene Erwartungen

Erwartungen schriftlich festhalten

Arbeitswelt

Floskelhafte Kritik

Konkrete, sachliche Rückmeldung geben

Familie

Unklare Absprachen

Feste Zeiten und Regelungen vereinbaren

Familie

Indirekte Bitten

Direkt formulieren, was gewünscht wird

Familie

Emotionale Andeutungen

Emotionen klar benennen

Partnerschaft

Angedeutete Kritik

Direkt ansprechen, was nicht passt

Partnerschaft

Vage Zukunftsplanung

Konkrete Pläne mit Zeitrahmen

Partnerschaft

"Du weißt schon" - Aussagen

Immer präzise sein, was gemeint ist

Freundeskreis

Unverbindliche Verabredungen

Feste Termine vereinbaren

Freundeskreis

Ironische Äußerungen

Ironie vermeiden oder explizit kennzeichnen

Arztbesuch

"Wir machen das schon"

Medizinische Pläne erklären

Arztbesuch

Unklare Medikamenteneinnahme

Dosierung und Zeitpunkt genau nennen

Supermarkt

Höfliche Floskeln

Direkte Anweisungen geben


Fazit: Klarheit schafft Verbindung

Die Kommunikation mit Menschen im Autismus-Spektrum erfordert ein bewusstes Umdenken. Was für andere Menschen als normaler, flüssiger Gesprächsverlauf erscheint, kann für autistische Personen eine Quelle ständiger Unsicherheit und Missverständnisse sein. Die Lösung liegt nicht in der Anpassung der autistischen Person an übliche Kommunikationsmuster, sondern in der bewussten, klaren und direkten Kommunikation aller Beteiligten.

Klare Anweisungen mit konkretem Zeitrahmen, die Vermeidung von Metaphern, Ironie und Redewendungen sowie die explizite Benennung von Erwartungen können die Kommunikation für alle Beteiligten verbessern. Menschen mit Autismus maskieren oft ihr Verhalten, um vielfältigen Erwartungen zu entsprechen – dies ist jedoch extrem anstrengend und kann zu Erschöpfung führen. Klarheit ist keine Unhöflichkeit, sondern eine Brücke – sie ermöglicht es Menschen mit Autismus, ihr volles Potenzial in allen Lebensbereichen zu entfalten und gleichzeitig anderen Menschen einen Einblick in eine andere Art der Weltwahrnehmung zu geben.

 

Die Inhalte dieses Beitrags sind weder medizinisch noch psychotherapeutisch oder pädagogisch verwertbar. Sie geben nur meine subjektiven persönlichen Erlebnisse oder Erfahrungen wider. Für Diagnostik und Therapie suchen Sie bitte fachlich geeignete Personen auf. Fragen Sie dort Erfahrungen im Bereich Autismus und ADHS nach.




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